In Vögel. Der Lärm der Motoren war Donner, war

In diesem Essay werde ich den Roman von Wolfgang Koeppen „Tauben im Gras” interpretieren. Der
Roman wurde 1951 veröffentlicht und bildet zusammen mit Roman „Das Treibhaus” (1953) und „Tod in Rom” (1954) eine „Trilogie des Scheiterns”. Ihr
Hauptthema ist die Restaurationsphase in der Bundesrepublik Deutschland nach
dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Restaurierung wird durch verschiedene
Personen, Situationen, Geschichten und Ereignisse gezeigt. Die „Trilogie des Scheiterns” ist eines der
wichtigsten Werke der deutschen Nachkriegsliteratur. Auch der Publizist und
Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat den Roman „Tauben im Gras” auf die gleiche literarische Ebene gestellt wie
Johann Wolfgang Goethes „Die Leiden des
jungen Werther”, Thomas Manns „Buddenbrooks”,
Franz Kafkas „Der Proceß” und Günter
Grass’ „Die Blechtromel”. Das
Besondere dieses Romans ist das Fehlen von Hauptcharakteren und
Nebencharakteren, von Leitfigur und Gegenspieler. Es gibt mehr als 30 Figuren,
aber kein einziger kann als „der Hauptcharakter” definiert werden, jeder von
ihnen ist mehr oder weniger gleich wichtig für die Geschichte. Die Erfahrungen
und Schicksale dieser Charaktere sind auf viele verschiedene Arten verbunden. Sie
simbolisieren eine Gruppe von Menschen, die sich zufällig treffen,
kommunizieren und dann wieder gehen. Der Titel der Geschichte symbolisiert
genau das: Charaktere sind wie Tauben, die nicht wissen, was sie tun oder wohin
sie gehen. Auch die Handlung selbst stellt keine abgeschlossene Geschichte
dar. 

Bereits zu Beginn der Geschichte Koeppen führt die
Situation in Deutschland ein und wir können sehen, dass das überhaupt nicht
angenehm ist: „Fliegen waren über der Stadt,
unheilkündende Vögel. Der Lärm der Motoren war Donner, war Hagel, war Sturm. Sturm,
Hagel und Donner, täglich und nächtlich, Anflug und Abflung, Übungen des Todes,
ein hohles Getöse, ein Beben, ein Erinnern in den Ruinen. Noch waren die Bombenschächte
der Flugzeuge leer. Die Auguren lächelten. Niemand blickte zum Himmel auf.”
(Koeppen; Seite: 7) Es ist klar, dass dies eine Darstellung einer Stadt ist,
die harte Folgen des Krieges erlitten hat. Weiter im Text können wir sehen,
dass der Krieg das Leben von allen trauriger und elender gemacht hat: „Die Rüstung verteuerte das Leben, die
Rüstung schränkte die Freude ein.” (Koeppen; Seite: 7) Ölkrise und
Arbeitslosigkeit haben sich im ganzen Land ausgebreitet: „Was schrieben die Zeitungen? KRIEG UM ÖL, VERSCHÄRFUNG IM KONFLIKT, DER
VOLKSWILLE, DAS ÖL DEN EINGEBORENEN, DIE FLOTTE OHNE ÖL, ANSCHLAG AUF DIE
PIPELINE, TRUPPEN SCHÜTZEN BOHRTÜRME, SCHAH HEIRATET, INTRIGEN UM DEN PFAUENTHRON,
DIE RUSSEN IM HINTERGRUND, FLUGZEUGTRÄGER IM PERSISCHEN GOLF.” (Koeppen; Seite:
7) 

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